Terroranschläge mit unzähligen Toten und Verletzten in Kabul und London – eine verheerende Massenpanik aus ungeklärter Ursache nach dem Public viewing in Turin – die Bilanz eines Wochenendes.

In den letzten Wochen, so scheint es, besteht die Hauptaufgabe von Politikern darin, sich gegenseitig Betroffenheit zu bekunden und sich Unterstützung zuzusprechen. Doch was hilft wirklich gegen die Unsicherheit und den Terror? Was treibt Menschen dazu, sich selbst mit möglichst vielen anderen Menschen zu töten? Und wie kann eine Antwort darauf sein?

Die Verteufelung des Islams scheint mir genau so wenig hilfreich wie das Schaffen neuer Schubladen, in die Menschen, die anders aussehen, andere Verhaltensweisen zeigen, anders als die vermeidliche „Mehrheit“ sind, eingruppiert und als „gefährlich“ eingestuft werden.

Leben ist nicht schwarz weiß, hat keine Schablonen – das gilt jedoch für Europa genauso wie für die arabisch und islamisch geprägten Länder. Aktuell versucht sich eine radikale Gruppe durch Gewalt die Vorherrschaft zu verschaffen und den Menschen dieser Länder das Leben zu diktieren – dagegen sollten sich alle betroffenen Länder auflehnen. Hierzu brauchen sie nicht nur den Willen ihrer eigenen Regierungen, sondern auch die Unterstützung der europäischen und internationalen Partner. Gleichzeitig brauchen diese Länder aber auch wirtschaftliche Perspektiven, um ihrer Bevölkerung ein sicheres Leben zu ermöglichen. Hierzu werden „wir Industrienationen“ umdenken müssen.

 

Die Chance für ein selbstbestimmtes Leben

 

In Zeiten der Globalisierung ist es nur fair, weltwirtschaftlich zu denken und auch den schwachen Nationen, zu denen Amerika nun keinesfalls zählt, Beteiligung, Entwicklungschancen und Erfolge zu ermöglichen. Nur wenn es gelingt, die bisher abhängigen Länder in die Selbständigkeit zu führen und ihnen ihren Teil am Gewinn zu geben, wird für die Menschen eine lebenswerte Perspektive sichtbar.

Aus den Fugen geraten

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